Indikation

 

Eine Knochendichtemessung ist bei folgenden Personen empfehlenswert, da sie ein hohes Knochenbruchrisiko haben:

 

  • Frauen ab dem 65. Lebensjahr und Männer ab dem 70. Lebensjahr ohne zusätzliche Risikofaktoren
  • Frauen ab dem 60. Lebensjahr, bei denen ein zusätzlicher Risikofaktor besteht (siehe unten)
  • Erwachsene mit Fraktur nach Minimaltrauma
  • Erwachsene, bei denen ernährungs-/verdauungsbedingt der Verdacht auf niedrige Knochendichte oder raschen Kalziumverlust besteht (Malabsorptionssyndrom, Lactoseintoleranz, Essstörung)
  • Erwachsene mit Immobilität (eingeschränkte Gehfähigkeit < 100 m)
  • Erwachsene, die Medikamente einnehmen, welche den Kalziumabbau beschleunigen (z.B. Cortison länger als
    3 Monate)
  • Erwachsene ab dem 60. Lebensjahr mit einer Überfunktion der Schilddrüse
  • Erwachsene mit einer Überfunktion der Nebenschilddrüse
  • Erwachsene mit einer Überfunktion der Nebenniere
  • Erwachsene mit langjähriger rheumatoider Arthritis
  • Patienten mit medikamentöser Therapie (z.B. Aromatasehemmer) im Rahmen einer Brustkrebserkrankung
  • Frauen ab dem 50. Lebensjahr, die mit Glitazonen bei Typ 2 Diabetes mellitus behandelt werden
  • Erwachsene ab dem 60. Lebensjahr, die mit Diabetes mellitus Typ 1 behandelt werden.

 

 

Eine Knochendichtemessung ist bei Erwachsenen angezeigt, bei denen mindestens drei der unten genannten Risikofaktoren vorliegen:

  1. weibliches Geschlecht
  2. Familienanamnese (z.B. Schenkelhalsbruch von Vater oder Mutter)
  3. Rauchen, Alkoholkonsum
  4. bewegungsarmer Lebensstil
  5. niedrige Kalziumaufnahme mit der Nahrung
  6. Vitamin D-Mangel
  7. niedriges Körpergewicht (< BMI 20kg/m²)
  8. übermäßige Salzzufuhr mit dem Essen
  9. ungewollter Gewichtsverlust (über 10%)
  10. vorzeitige Menopause 
  11. erhöhtes Sturzrisiko (mehr als zwei Stürze im Jahr ohne äußeren Anlass)
  12. starke Rückenschmerzen
  13. Abnahme der Körpergröße um mehr als 4cm